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Willkommen im digitalen Raum unseres
Kunst-P
raxisprojektes  "Ein Garten als Wandelweg"

Diese Website diente der Präsentation unseres Konzeptes für einen Wandelweg in Form eines Gartens in der Provence, Südfrankreich.

Tauchen Sie ein und begeben sich auf eine digitale Wanderung durch unseren Garten.

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Die Themen unseres Projektes

01.

Mensch - Natur -Beziehung 

02.

Der Garten

03.

Transformation

04.

Künstlerisches Erleben

05.

Nachhaltigkeit

Über unser Projekt

Den exakten Ursprung unseres Praxisprojektes auszumachen, fällt zum jetzigen Zeitpunkt schwer. Der erste Impuls für die Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Garten entstand im Erleben eines angelegten Zen-Gartens; ein Ort, an dem der Geist Ruhe findet und sich durch stark angelegte Natur im Außen abtasten kann.

Fasziniert hatte uns damals die Erfahrung, dass innerliche Prozesse durch eine Umwelt, die dies begünstigt, zu einem gewissen Grade externalisiert werden können, das innere Prozesse durch einen Ort getragen werden können.

Durch dieses Erlebnis inspiriert fingen wir an, uns mit der Frage zu beschäftigen, wie ein solcher Garten für uns aussehen würde. Schnell wurde klar, dass die Natur, anders als in einem Zen Garten, eine tragende Rolle spielte. Wir wollten keinen Ort schaffen, in dem sich unser Geist der Welt überstülpt und diesen vereinnahmend gestaltet, wir wollten Co-kreieren. Mit dem Ort zusammen einen Raum für innere Transformationsprozesse gestalten. Einen Tanz zwischen Menschenerdacht- und geformten und der dort herrschenden Natur: natürliche Sichtachsen der heimischen Flora und schon bestehenden Formen und Muster herausgearbeitet und ausformuliert.

Zu unserem Glück stand uns ein Ort zur Verfügung, an dem diese Vorstellung weiter Gestalt annehmen konnte.

Wir entwickelten einen Wandelweg mit verschiedenen Phasen, welcher sich der Architektur und der örtlichen Begebenheiten anpasste, mit diesen in einen Dialog trat. Stück für Stück bildete sich durch eine Auseinandersetzung mit uns, dem Ort und unseren inneren Prozessen eine Form, ein Konzept. Der Garten ist für uns in diesem Kontext ein Schnittpunkt, ein Raum, in dem Mensch und Natur zueinanderfinden. In diesem wollten wir Anreize schaffen, dass innere Prozesse angestoßen und vom Außen mitgetragen werden können. Im Idealfall wird so der äußere Raum zum Abbild des Inneren und vice versa. Zu erzeugen versuchten wir diese Erfahrung durch die Veräußerlichung eines inneren Wandlungsprozesses; dem Versuch, einem solchen im Außen die Möglichkeit der Entfaltung zu geben. Da ebenjene Wandlungsprozesse individuell stark voneinander abweichen, versuchten wir einen Weg zu formen, in dem die Natur Teil dieses Prozesses ist und dazu einlädt, sich selber in diesen zu ergießen, zu öffnen. Praktisch bedeutete dies für uns, dass der Wandelgarten so angelegt ist, dass man beginnend mit einer Frage oder einer Problemstellung diese durch verschiedene Phasen der inneren Entfaltung im Außen durchlaufen kann.

DER WANDELWEG

Die Phasen des Wandelwegs

Der Wandelweg besteht aus mehreren Passagen und Phasen, durch welche wir sie im folgenden führen möchten. 

01

Die erste Passage 

Die erste Passage ist der Eintritt in eine andere Welt. Die Pforte in den Garten. Eine schwere Mauer aus schönen mediterranen Steinen mit einem altem Holztor in schönem Bogen, durch ein Fenster schimmert das dahinter liegende Grün.

Von hier aus beginnen wir unsere Reise auf dem Wandelweg durch den Garten, vielleicht mit einer Frage, einer Bitte, einem Problem vor welches wir gestellt sind und mit dem Durchschreiten des Tores in den Garten übertreten wir die Schwelle in eine andere Welt und beginnen die Erkundung und Entfaltung eines Raumes in uns in ein Erleben im Außen.

02

Die erste Phase

Hinter dem Tor liegt der erste Abschnitt des Wandelwegs. Der Raum ist dunkel und eng, geprägt durch die hohe Hauswand zu unserer rechten und den tiefen, kühlen Schatten, den sie wirft.

Auf der linken Seite werden wir gleitet von rauem, steilen Fels, der uns zum sich entfaltendem Licht im dahinter liegendem Garten führt. Eine Phase des Aufbruchs, der Suche, ein Schritt ins Ungewisse.

Noch sehen wir nicht, was vor uns liegt, noch sind wir in einem Übergangsbereich, halb drinnen und halb draußen.

Der Raum ist wie ein Tunnel, auch das Klima hier ist feucht und vergleichsweise kühl, am hinteren Ende wartet das Licht des sonnenbeschienen Gartens, dahinterliegende in der Ferne das Meer.

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03

Die zweite Passage 

Mit dem Durchschreiten des zweiten Tors treten wir vom Tunnel ins Licht. Die engen Wände des Hauses treten zurück und vor uns öffnet sich der Garten. Die zweite Passage ist ein Bogen aus Holz, berankt mit Pflanzen und der Eintritt in den Garten.

04

Die zweite Phase

Der Garten ist nun sichtbar, der Raum ist immer noch beengt, trocken und rau. Wir befinden uns in einer zweiten Übergangsphase, einer Zwischenetappe. In der Ferne sehen wir das Meer und vor uns erstreckt sich der Garten. Ein Ort zum kurzen pausieren und zwischen reflektieren, bevor wir in den Garten treten und die nächste Phase des Wandelweges beginnen. Noch sind wir in einem dazwischen, in dem wir den vor uns liegenden Garten und zu durch wandelnden Weg überblicken, hinten sehen wir die letzte Passage hinaus in die Welt.

05

Die dritte Passage 

Der dritte Übergang ist nur eine kleine Erhöhung, wie eine Bodenschwelle in Form einer hölzernen Brücke. Zu unserer Rechten steht wie ein Wächter eine große Agave. Mit jeder Passage wird der Raum leichter und lichter.

Bei Überschreiten der Brücke betreten wir den eigentlichen Garten, einen Raum angelegt, um uns durch unsere Frage und durch unseren inneren Prozess zu tragen. Nun stehen wir vor der ganzen Weite des lebendigen Gartens in seiner ganzen Fülle.

06

Die dritte Phase

Wir befinden uns im eigentlichen Garten, umringt von Pflanzen, intensivem Duft und Farben. Die Phase der Entfaltung, das Eintreten in die Weite des Gartens, ein Gefühl der Befreiung, des Aufatmens. Wir sind angekommen auf „der Wiese“, dem gestalteten Raum, der Fläche, die einen hält einem Raum in Form eines Gartens, der uns einen Rahmen gibt, in dem wir spielen könne, auf Erkundung gehen und uns selber in der Begegnung mit der Natur abtasten und entdecken können.

Wir sind in einem in sich ganzen / geschlossenem Raum, der in sich vollkommen ist. Dies ermöglicht uns die Begegnung mit unserer Frage oder unserem Problem in uns selbst. In Form eines Kreisganges laufen oder wandeln wir vielmehr in einer Runde durch den Garten mit seinen vielen kleinen Ecken und „Station“, die zum Innehalten, Reflektieren und Perspektivenwechsel einladen.

07

Die vierte Phase

Wie wir so durch den Garten wandeln, kommen wir zu einem Zentrum, dem Herzstück des Gartens. Ein Spiel aus Feuer und Wasser, angelegt in einem Springbrunnen, auf welchem in der Mitte ein kleines Feuer thront, umgeben von Wasser. Das Wasser fließt in ein größeres, sich darunter befindendes Becken und bei Bedarf oder Überfluss in vier Wasserwegen in die vier Himmelsrichtungen in den Garten. Von diesen Wegen fließt es in die Beete und verteilt sich im Garten.

Hier in der Mitte sind wir vom gesamten Garten gehalten, von hier aus versteht man den ganzen Garten, den gesamten Weg, ist in seinem Zentrum angekommen. In diesem Zentrum können wir uns so lange im Kreis bewegen, bis die Frage in uns sich wandelt, wir Klarheit finden, Übersicht und neue Kraft. Wir befinden uns am Wendepunkt des Wandelweges, an dem sich der innere Zustand verändert hat und wir „neu“ in die Welt und den weiteren Garten hinausgehen.

Bis wir uns bereit fühlen, den geschlossenen Garten zu verlassen und den großen Wandelweg über das gesamte Gelände zu betreten, durchlaufen wir Phase III und IV im Wechsel und können uns in immer neuen Wegen, Richtungen und Formen durch den Garten und seine Farben und Düfte bewegen.

Phase III und IV im Wechsel - bis wir bereit sind durch die letzte Passage hinaus in die Welt und den großen Garten zu gehen. 

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Der Brunnen in der Mitte des Gartens, ein Spiel zwischen Wasser und Feuer. Ein Ort der Balance, der Zentrierung und tiefen inneren Ruhe. 

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08

Die vierte Passage 

Bereit für den Schritt hinaus in die Welt, durchschreiten wir das letzte Tor auf einer diagonalen hinaus aus dem angelegten Garten, unser Blick liegt auf dem Meer, welches sich am Horizont zeigt, auf das Meer zu laufend verlassen wir den Garten. Der Ausgang ist offen und verspricht Weite. Gerahmt wird diese letzte Pforte von zwei Zitrusbäumchen, welche uns in unserem transformierten Inneren hinaus in die Welt entlassen.

09

Der Wandelweg über das gesamte Gelände

„Our garden is a place that is a model, holding a reality, so we can experience and understand it, within an overseeable framework."

Von hier aus besteht die Möglichkeit, dem großen Wandelweg über das gesamte Gelände zu folgen. Der Raum ist wilder und unbegrenzt. Steil geht es den Berg hinauf zu einer Aussichtsplattform der Meditation und Kontemplation. Das erste Mal erblicken wir das Meer in seiner Weite in südlicher Richtung und überblicken den gesamten Wandelgarten und unseren durchlaufenen Prozess in diesem von oben.

Hier können wir das in uns Veränderte, in neue Klarheit fassen und in den Horizont und die Weite der Zukunft unseres Lebens schicken.

Ein Ort, um zurückzublicken, innezuhalten und still zu werden. Bereit weiter zu gehen, geht es auf gewundenem Pfad weiter den Berg entlang zu verschiedensten Plätzen, Orten und Häusern auf dem Gelände verteilt. Das gesamte Gelände kann durch einen 

zusammenhängenden Wandelweg erschlossen werden und durch diesen Weg sind alle Stationen und einzelnen Elemente miteinander verbunden.

Ein Garten, in dem wir durch alle Phasen des Lebens wandeln können und unsere innere Reise gehalten und gespiegelt durch die äußere Landschaft erleben können.

 

KARTE des WANDELGARTENS

Eine Übersicht des angelegten Wandelgartens mit seinen Phasen

TARGO

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Passage I

Passage II

Passage III

Passage IV

Phase I

Phase II

Phase III

Phase IV

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Ort

La Cadière-d'Azur, Provence,

Frankreich

Teilnehmer

Studenten der Alanus Hochschule

Antonia Sliwinski

Philipp Menningen

Betreuer

Alanus Hochschule 

Harald Hoppe

harald.hoppe@alanus.edu

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